ERP-Integration für den Großhandel, die jedes Volumen trägt
Staffelpreise für hunderte Kunden, Bestände aus mehreren Lagern und Aufträge mit dreistelligen Positionszahlen laufen sekundengenau zwischen Shop und Warenwirtschaft. Wir bauen die Schnittstellen, die dieses Volumen tragen — als SAP-, JTL- oder Warenwirtschafts-Anbindung zum Festpreis.
< 2 s
Sync-Latenz je Warenbewegung
500k+
synchronisierte Preise (Projekterfahrung)
99.8%
Schnittstellenverfügbarkeit (Projekterfahrung)
50+
Integrationsprojekte (Projekterfahrung)
Festpreis · netto zzgl. USt.
- Festpreis nach kostenloser Systemanalyse statt offener Aufwandsschätzung
- Multi-Lager-Bestand, Staffelpreislogik und Auftragsfluss in einer Middleware
- EDIFACT, OpenTrans und OCI-Punchout für Ihre Großkunden
- Schnittstellen-Monitoring auch nach dem Go-Live
SAP Business One als Basis für Großhandelsvolumen. JTL-Wawi- oder Warenwirtschafts-Anbindung ab 4.900 €, Marktplatz-Anbindung je Kanal ab 2.480 €. Erweiterungen wie EDI-Kanäle oder weitere Datenflüsse zum Projekttag 990 € netto (Stundensatz 119 € pro Stunde). Alle Preise netto zzgl. USt. Der Projekttag ist ein Paketpreis für einen reservierten Arbeitstag und damit bewusst kein Vielfaches des Stundensatzes — die Herleitung steht auf der Preisübersicht.
Großhandel bedeutet Volumen: Sortimente mit 20.000 bis 500.000 Artikeln, kundenindividuelle Preislisten mit hunderttausenden Einträgen, Lagerbestände über mehrere Standorte hinweg und Bestellungen, die in Minuten erfasst und in Echtzeit ins ERP übernommen werden müssen. Die technische Herausforderung bei der Shop-Integration im Großhandel liegt nicht in der Verbindung an sich, sondern in der performanten Verarbeitung dieser Datenmengen. Während ein B2C-Shop mit einem überschaubaren Produktkatalog und einheitlichen Preisen arbeitet, muss die Großhandelsintegration hundertfach höhere Datenvolumina bei gleichzeitig strengeren Anforderungen an Geschwindigkeit und Korrektheit bewältigen.
Welche Anbindung im Großhandel konkret greift, hängt vom führenden System ab: Für SAP-Landschaften beschreibt die SAP-Integration den Weg über Service Layer und OData, für Microsoft-Umgebungen die Dynamics 365 Shop-Integration. Kleinere Warenwirtschaften binden wir über die Warenwirtschafts-Anbindung oder die JTL-Wawi Shop-Anbindung an. Verkaufen Sie zusätzlich über Plattformen, ergänzt die Marktplatz-Anbindung den Kanalmix, und bei vielen parallelen Datenströmen entkoppelt eine Middleware Shop und ERP. Die Buchhaltung schließt die DATEV-Anbindung an; verwandte Szenarien finden Sie unter Industrie und Fachhandel.
Shop und Warenwirtschaft in einem Datenfluss
Die drei Säulen der Großhandels-ERP-Integration
Jede Großhandelsintegration steht auf drei Säulen, die eng miteinander verzahnt sind: Artikeldaten und Preise, Bestandsführung und Auftragsfluss. Wenn eine dieser Säulen schwächelt, bricht das gesamte System zusammen. Ein Preis, der im Shop anders angezeigt wird als im ERP vereinbart, führt zu Reklamationen. Ein Bestand, der im Shop als verfügbar markiert ist, obwohl er im Lager bereits kommissioniert wurde, führt zu Stornierungen. Ein Auftrag, der verspätet im ERP ankommt, bringt die Tourenplanung durcheinander. Deshalb entwickeln wir Integrationen, die alle drei Säulen gleichzeitig und mit der gleichen Zuverlässigkeit bedienen.
Preissynchronisation für komplexe Konditionsmodelle
Mehrstufige Staffelpreise, Rahmenvertragskonditionen, Kundengruppenrabatte und Aktionspreise. Alle Preisebenen werden aus dem ERP synchronisiert und im Shop in der richtigen Hierarchie angewendet. Redis-Caching sichert Ladezeiten unter zwei Sekunden, auch bei 500.000+ Preisvarianten.
Multi-Lager-Bestandsführung
Echtzeit-Bestände über alle Lagerstandorte mit Event-basierter Synchronisation. Jede Warenbewegung, ob Wareneingang, Kommissionierung oder Umlagerung, wird innerhalb von Sekunden im Shop reflektiert. Reservierungslogik verhindert Doppelverkäufe bei parallelen Bestellungen.
Auftrags- und Belegfluss
Bestellungen fließen als strukturierte Aufträge ins ERP, inklusive aller Konditionen, Lieferhinweise und Kundenbezugsnummern. Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen fließen zurück und stehen im Kundenportal zur Verfügung.
Preislogik im Großhandel: Warum Standard-Konnektoren scheitern
Die Preisfindung im Großhandel ist ein mehrdimensionales Problem, das Standard-Integrationen regelmäßig überfordert. Ein einzelner Artikel kann gleichzeitig einem Listenpreis, einem Kundengruppenpreis, einem individuell verhandelten Vertragspreis und einer zeitlich begrenzten Aktion unterliegen. Dazu kommen Staffelpreise mit bis zu zehn Stufen, die sich abhängig von der Bestellmenge automatisch anpassen. Mengenrabatte, die sich über mehrere Artikel einer Warengruppe addieren, und Rückvergütungen, die erst ab einem bestimmten Jahresumsatz greifen, machen die Preisfindung zu einer Rechenaufgabe, die in der Middleware korrekt abgebildet werden muss.
Unser Preismodul implementiert eine mehrstufige Hierarchie mit klaren Prioritätsregeln: Individueller Vertragspreis schlägt Kundengruppenpreis, Kundengruppenpreis schlägt Staffelpreis, Staffelpreis schlägt Listenpreis. Aktionspreise können jede Stufe übersteuern, wenn sie explizit als vorrangig konfiguriert sind. Im Warenkorb sieht der Einkäufer transparent, welche Kondition greift und welche Ersparnis gegenüber dem Listenpreis erzielt wird. Diese Transparenz schafft Vertrauen und reduziert Rückfragen beim Vertriebsinnendienst erheblich.
Preishierarchie, die jede Kondition richtig auflöst
Von der Stammkondition zum gültigen Warenkorbpreis
Die Middleware prüft jede Preisebene in fester Reihenfolge und gibt den höchstpriorisierten gültigen Preis an den Shop zurück. So sieht jeder Einkäufer genau seine vereinbarte Kondition, ohne dass im ERP eine separate Preisliste je Shop gepflegt werden muss.
- Vier Preisebenen mit klaren Prioritätsregeln
- Staffelpreise mit bis zu zehn Mengenstufen
- Transparente Ersparnis-Anzeige im Warenkorb
Bestandsdaten in Echtzeit: Vom Wareneingang bis zum Kundenbildschirm
Im Großhandel entscheiden Bestandsdaten über Umsatz oder Stornierung. Wenn ein Artikel im Shop als verfügbar angezeigt wird, muss er auch tatsächlich im Lager liegen. Wenn er gerade kommissioniert wird, muss der Bestand sofort reduziert werden, nicht erst beim nächsten Batch-Lauf in zwei Stunden. Und wenn ein Wareneingang die Bestände auffüllt, soll der Artikel sofort wieder bestellbar sein, nicht erst nach dem nächsten nächtlichen Importzyklus.
Wir implementieren Event-basierte Bestandssynchronisation, die auf Veränderungen im Lagerverwaltungssystem reagiert, nicht auf Zeitpläne. Jede Warenbewegung, ob Wareneingang, Kommissionierung, Versand, Retoure oder Umlagerung, löst einen Sync-Event aus, der den Shop-Bestand innerhalb von ein bis zwei Sekunden aktualisiert. Für Großhändler mit mehreren Lagerstandorten zeigt das System den Bestand pro Lager an und berechnet die voraussichtliche Lieferzeit auf Basis der Tourenplanung. Wenn ein Artikel am nächstgelegenen Lager nicht verfügbar ist, aber an einem anderen Standort, wird der Einkäufer automatisch informiert und kann eine Teillieferung oder Alternativlieferung wählen.
Event-basierte Bestandsführung über mehrere Lager
Jede Warenbewegung erreicht den Shop in Sekunden
Statt nächtlicher Batch-Läufe löst jede Buchung im Lagerverwaltungssystem einen Sync-Event aus. Reservierungen blockieren Bestand bereits bei der Warenkorbanlage, sodass parallele Bestellungen denselben Artikel nicht doppelt verkaufen können.
- Wareneingang, Kommissionierung und Retoure als Live-Event
- Reservierungslogik gegen Doppelverkäufe
- Bestand pro Standort mit Lieferzeit-Prognose
Auftragsverarbeitung: Vom Warenkorb in die Warenwirtschaft
Ein Großhandelsauftrag unterscheidet sich fundamental von einer B2C-Bestellung. Er enthält dutzende bis hunderte Positionen, kundenspezifische Artikelnummern neben den eigenen, Referenznummern des Einkäufers, Wunschliefertermine mit Zeitfensterbuchung, Lieferhinweise pro Position und möglicherweise eine Freigabekette mit mehreren Genehmigungsstufen. All diese Informationen müssen vollständig und korrekt im ERP ankommen, damit die nachgelagerten Prozesse, Kommissionierung, Tourenplanung, Fakturierung, ohne manuellen Eingriff ablaufen können.
Unsere Auftrags-Middleware transformiert die Shop-Bestellung in das Auftragsformat Ihres ERP-Systems und stellt die Zuordnung aller Felder sicher. Kundenspezifische Artikelnummern werden auf Ihre internen Artikelnummern gemappt, Mengeneinheiten konvertiert, Konditionen validiert und Lieferwünsche gegen die Tourenplanung geprüft. Der resultierende Auftrag im ERP ist vollständig bearbeitbar und unterscheidet sich in seiner Struktur nicht von einem telefonisch erfassten Auftrag. Die Auftragsbestätigung mit allen bestätigten Lieferterminen und Preisen fließt automatisch zurück in das Kundenportal.
EDI-Integration für Großkunden
Viele Großkunden im Großhandel setzen eigene Beschaffungssysteme ein und erwarten elektronischen Datenaustausch über standardisierte Formate. EDIFACT-Nachrichten für Bestellungen (ORDERS), Auftragsbestätigungen (ORDRSP), Lieferavise (DESADV) und Rechnungen (INVOIC) sind in vielen Branchen Voraussetzung für die Geschäftsbeziehung. Alternativ bieten wir OCI-Punchout für die direkte Anbindung an SAP-basierte Beschaffungsportale der Kunden.
Die EDI-Kommunikation wird über unsere Middleware-Schicht gesteuert und in die bestehende ERP-Integration eingebettet. Eingehende EDI-Bestellungen werden in Shop-Aufträge konvertiert und durchlaufen den gleichen Validierungs- und Verarbeitungsprozess wie Online-Bestellungen. Ausgehende EDI-Nachrichten werden automatisch generiert, sobald das ERP den entsprechenden Geschäftsvorfall abgeschlossen hat. Ein Protokoll dokumentiert jeden EDI-Austausch mit Sendestatus, Zeitstempel und Nachrichteninhalt für die Nachvollziehbarkeit und Fehleranalyse.
Was eine großhandelsreife Integration auszeichnet
Volumenfest
Artikelstämme mit hunderttausenden Positionen, Warenkörbe mit dreistelligen Zeilenzahlen und große Preislisten werden ohne spürbare Verzögerung verarbeitet.
Konditionssicher
Vertrags-, Kundengruppen-, Staffel- und Aktionspreise lösen sich nach klaren Prioritätsregeln auf, sodass jeder Einkäufer seine vereinbarte Kondition sieht.
Echtzeit-gekoppelt
Event-basierte Bestands- und Auftragssynchronisation hält Shop und Warenwirtschaft sekundengenau im Gleichstand, ohne nächtliche Batch-Pausen.
EDI-fähig
EDIFACT, OpenTrans und OCI-Punchout binden die Beschaffungssysteme Ihrer Großkunden über die gleiche Middleware an.
Überwacht
Ein Monitoring-Dashboard zeigt Sync-Status, Latenzen und Fehlerraten und meldet Bestandsdiskrepanzen, bevor sie zum Problem werden.
Langfristig betreut
Contract-Tests erkennen Breaking Changes früh, quartalsweise Reviews halten Datenqualität und Performance auf Kurs.
Performance-Anforderungen und Architekturentscheidungen
Redis-basiertes Preis-Caching
Kundenindividuelle Preise werden in Redis vorgehalten und bei jeder Änderung im ERP invalidiert und neu geladen. Auch bei 500.000+ Preisvarianten bleibt die Preisberechnung im Warenkorb unter zwei Sekunden.
Elasticsearch für Großsortimente
Produktsuche und facettierte Filterung über Sortimente mit 200.000+ Artikeln in Millisekunden-Antwortzeiten. Optimierte Mappings für technische Merkmale, Warengruppen und Verfügbarkeitsstatus.
Asynchrone Auftragsverarbeitung
Bestellungen mit 200+ Positionen werden asynchron verarbeitet, damit der Bestell-Submit nicht blockiert. Der Einkäufer erhält sofort eine Eingangsbestätigung, die vollständige Auftragsbestätigung folgt nach ERP-Verarbeitung.
Monitoring und Alerting
Echtzeit-Dashboard für Synchronisationsstatus, Fehlerraten und Latenzzeiten. Konfigurierbare Alerts bei Verzögerungen, fehlgeschlagenen Syncs oder Bestandsdiskrepanzen. Proaktive Problemerkennung statt reaktiver Fehlerbehebung.
Typischer Integrationspfad für Großhändler
Datenanalyse und Schnittstelleninventar
Analyse Ihrer Artikelstammdaten, Preisstrukturen, Bestandsführung und Auftragsformate. Inventarisierung der vorhandenen ERP-Schnittstellen und Definition der Synchronisationsanforderungen.
Datenbereinigung und Mapping
Identifikation und Bereinigung von Datenqualitätsproblemen: fehlende Pflichtfelder, inkonsistente Einheiten, doppelte Artikelnummern. Erstellung der Feld-Mappings zwischen ERP und Shop.
Middleware-Entwicklung und Lasttests
Implementierung der Synchronisationslogik mit Fokus auf Performance. Lasttests mit realen Datenvolumina: 200.000 Artikel, 500.000 Preise, Warenkörbe mit 200+ Positionen.
Pilotbetrieb mit Schlüsselkunden
Schrittweise Einführung, beginnend mit ausgewählten Pilotkunden. Validierung der Preise, Bestände und Auftragsflüsse unter realen Bedingungen, bevor die Plattform für alle Kunden freigeschaltet wird.
Vollbetrieb und kontinuierliche Optimierung
Rollout für alle Kundengruppen, laufendes Monitoring und quartalsweise Optimierungsgespräche. Anpassung der Synchronisationsintervalle, Erweiterung um neue Datenflüsse und Performance-Tuning.
Langfristige Betreuung der Großhandel-Integration
Eine ERP-Shop-Integration im Großhandel ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern eine dauerhafte Verbindung, die mit den Aktualisierungen beider Systeme Schritt halten muss. Unsere Wartungspakete umfassen proaktives Monitoring aller Synchronisationsprozesse, zeitnahe Anpassung an API-Änderungen und quartalsweise Reviews der Datenqualität und Performance. Durch automatisierte Contract-Tests erkennen wir Breaking Changes frühzeitig und können vor dem Produktiv-Update reagieren. Diese langfristige Perspektive stellt sicher, dass Ihre Integration nicht nur heute, sondern auch in zwei Jahren zuverlässig funktioniert und mit Ihren wachsenden Anforderungen Schritt hält.
Die langfristige Betreuung umfasst auch die Anpassung an saisonale Anforderungen: In Phasen mit hohem Bestellaufkommen skalieren wir die Synchronisationskapazitäten und überwachen die Performance der Integration intensiver. So bleibt Ihre ERP-Shop-Verbindung auch in Spitzenzeiten stabil und zuverlässig.
Reden wir über Ihre Datenmengen
Schildern Sie uns Sortimentsgröße, Preisstruktur und Lagerlandschaft. Wir skizzieren einen Integrationspfad, der zu Ihrem Volumen passt, und benennen die geschäftskritischen Datenflüsse für den ersten Ausbauschritt.
Häufige Fragen zur ERP-Integration im Großhandel
Branchennahe Fachartikel: Kundenindividuelle Preise aus dem ERP beschreibt Staffel- und Konditionslogik, B2B-Kundenfreischaltung zeigt die Steuerung von Sortimenten je Kundengruppe, und OCI-Punchout erklärt die Anbindung an Beschaffungsportale Ihrer Kunden.