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B2B-Commerce

OCI-Punchout: Beschaffungsportale an den Shop koppeln

OCI- und cXML-Punchout binden Ihren B2B-Shop an SAP-Einkauf und e-Procurement: Session-Handoff, Warenkorb-Rückgabe, kundenindividuelle Kataloge und Preise.

13 Min. Lesezeit OCIPunchoutcXMLE-ProcurementB2BGrosshandel

Im B2B-Großhandel entsteht die Bestellung eines Großkunden selten im Shop selbst, sondern im Beschaffungssystem des Einkaufs: in SAP oder einer e-Procurement-Suite, in der Bedarfe angelegt, genehmigt und gebucht werden. Damit Ihr Shop in diesem Umfeld sichtbar wird, muss er sich direkt in diesen Einkaufsprozess einhängen. Genau das leistet Punchout über die Standards OCI und cXML: Der Einkäufer springt aus seinem System per Session-Handoff in Ihren Shop, sieht dort seinen kundenindividuellen Katalog und seine Vertragspreise, stellt einen Warenkorb zusammen und gibt ihn strukturiert an das Beschaffungssystem zurück. Der Nutzen ist groß: Laut dem BME sehen 80 Prozent der Einkaufsverantwortlichen den größten Digitalisierungsbedarf im Lieferantenmanagement (BME), und für die Digitalisierung des Bestellvorgangs melden 95 Prozent der Unternehmen eine spürbare Vereinfachung (Bitkom). Dieser Artikel zeigt, wie OCI- und cXML-Punchout technisch funktionieren, warum digitalisierte Beschaffung die klassische Bestellung per Fax oder E-Mail ersetzt und worauf es bei Umsetzung, Katalogpflege und Wartung der Großhandels-Anbindung ankommt.

OCI- und cXML-Punchout: Beschaffung an den Shop koppelnBeschaffungssystemSAP-Einkauf / e-ProcurementBestellanforderung (BANF)Genehmigungs-WorkflowHTTP Session-HandoffHOOK_URL / Return-URLSession-ID + AuthentifizierungWarenkorb strukturiert zurückB2B-ShopShopware CE + KatalogKundenindividueller KatalogVertragspreise live1 Setup2 Aufruf4 Warenkorb5 FreigabeDer Punchout-Roundtrip in fünf Schritten1Setup-RequestHOOK_URL übergeben2Session-LoginAuth + Katalog öffnen3Einkauf im ShopPreise + Staffeln live4Warenkorb zurückNEW_ITEM-Felder5Bestellung (PO)Freigabe im SystemOCI (SAP): HTML-FormularfelderWarenkorb-Rückgabe via Formular-POSTNEW_ITEM-DESCRIPTION / -MATNRNEW_ITEM-QUANTITY / -UNITNEW_ITEM-PRICE / -CURRENCYNEW_ITEM-VENDORMAT / -LEADTIMEcXML: XML-NachrichtenDokumentenbasiert, Server-zu-Server-POPunchOutSetupRequest (create)PunchOutSetupResponse (StartPage)PunchOutOrderMessage (Warenkorb)OrderRequest (Bestellung / PO)B2B-Internethandel über Shops und Marktplätze: rund 476 Mrd. Euro (Statista)95 Prozent vereinfachen den Bestellvorgang digital (Bitkom) - 80 Prozent größter Digitalisierungsbedarf im Lieferantenmanagement (BME)

Was OCI- und cXML-Punchout im B2B-Shop bedeuten

Punchout beschreibt einen einfachen, aber wirkungsvollen Mechanismus: Statt Artikel und Preise als statische Katalogdatei ins Beschaffungssystem des Kunden zu laden, verbindet sich dieses System zur Laufzeit direkt mit Ihrem Shop. Der Einkäufer arbeitet in seiner gewohnten Beschaffungsumgebung, klickt Ihren Lieferantenkatalog an und wird per Session-Handoff in Ihren Shop weitergeleitet. Dort browst er ein aktuelles Sortiment mit seinen Konditionen und schickt den fertigen Warenkorb strukturiert zurück in seinen Genehmigungs- und Bestellprozess. Der Begriff Punchout meint genau dieses Durchreichen aus dem einen System in das andere und wieder zurück.

Für diesen Handoff haben sich zwei Standards etabliert. Das Open Catalog Interface, kurz OCI, wurde von SAP entwickelt und übergibt Warenkorbdaten über HTTP mit URL-Parametern und HTML-Formularfeldern (SAP Open Catalog Interface). Es ist schlank und in SAP-geprägten Einkaufssystemen weit verbreitet. cXML, die Commerce eXtensible Markup Language, wurde 1999 von Ariba veröffentlicht und tauscht die Punchout-Nachrichten als validierbare XML-Dokumente aus (cXML Reference Guide). Beide erreichen dasselbe Ziel, unterscheiden sich aber im Datenformat und im Funktionsumfang. Welcher Standard gefragt ist, gibt das Beschaffungssystem Ihres Kunden vor, weshalb eine belastbare SAP-Anbindung idealerweise beide Wege beherrscht.

Der wirtschaftliche Hintergrund macht deutlich, warum sich der Aufwand lohnt. Der deutsche B2B-Internethandel über Shops und Marktplätze erreichte zuletzt rund 476 Milliarden Euro und wuchs mit 11,7 Prozent deutlich schneller als der Endkundenhandel (Statista). Wer als Großhändler oder Hersteller in diesem Segment mit großen Einkaufsorganisationen wachsen will, kommt an Punchout kaum vorbei, denn die Einkaufsabteilungen dieser Kunden bestellen nun einmal aus ihrem eigenen System heraus und nicht über einen separaten Shop-Login.

Punchout ist kein Katalog-Upload

Anders als beim klassischen Katalog-Upload liegen Artikel, Beschreibungen und Preise nicht statisch im Beschaffungssystem, sondern bleiben in Ihrem Shop. Der Einkäufer sieht immer den aktuellen Stand, und Sie behalten die Hoheit über Sortiment, Verfügbarkeit und Konditionen. Punchout verlagert die Katalogpflege damit dorthin, wo die Daten ohnehin entstehen: in Ihr System.

Warum digitalisierte Beschaffung Fax und E-Mail-Bestellung schlägt

In vielen Großhandelsbeziehungen läuft die Bestellung noch immer über Fax, PDF-Anhang oder eine formlose E-Mail. Jede dieser Bestellungen muss auf der Empfängerseite von Hand erfasst werden: Artikelnummern abtippen, Mengen prüfen, Preise abgleichen, Auftrag anlegen. Das ist langsam, bindet Personal und ist fehleranfällig. Der BME beziffert, dass rund 60 Prozent der Unternehmen fehlende Personal- und Zeitressourcen als größtes Hindernis der Digitalisierung nennen (BME) - genau diese Ressourcen bindet die manuelle Auftragserfassung. Digitalisierte Beschaffung setzt an dieser Stelle an, weil Bestellung, Freigabe und Auftragsanlage ohne Medienbruch ineinandergreifen.

Der Effekt ist messbar in der Studienlage. Fast alle Unternehmen können durch Digitalisierung den Bestellvorgang vereinfachen (95 Prozent), und 92 Prozent berichten von einer einfacheren Kommunikation mit ihren Geschäftspartnern (Bitkom). Zugleich räumen 53 Prozent ein, mit der Umsetzung der Digitalisierung noch Schwierigkeiten zu haben (Bitkom) - der Bedarf ist also erkannt, die technische Brücke fehlt oft. Punchout ist eine dieser Brücken: Es macht Ihren Shop zum digitalen Bestellkanal für genau die Kunden, die heute noch faxen. Für Themen wie Bonität und Kreditlimit im Bestellprozess lohnt der Blick in unseren Beitrag zum Kreditlimit-Check im B2B-Checkout.

Von Tagen zu Minuten

Ein Punchout-Warenkorb landet in Sekunden als Bestellanforderung im System des Kunden. Das manuelle Abtippen von Faxen und PDF-Anhängen entfällt, und der Auftrag steht ohne Zwischenschritt in Ihrem Shop.

Weniger Erfassungsfehler

Weil Artikelnummern, Mengen und Preise strukturiert übergeben werden, verschwinden die typischen Tippfehler der Handerfassung. Falsche Positionen, vertauschte Mengen und veraltete Preise werden seltener.

Kunden bleiben gebunden

Wer im Einkaufssystem des Kunden verankert ist, wird zum bevorzugten Lieferanten. Der Einkäufer bestellt aus seinem Prozess heraus bei Ihnen, ohne einen fremden Shop-Login zu öffnen.

Der Punchout-Roundtrip: Session-Handoff per HTTP

Technisch ist Punchout ein Roundtrip in mehreren Schritten, der komplett über HTTP läuft. Am Anfang steht der Setup: Das Beschaffungssystem sendet eine Anfrage an Ihren Shop, authentifiziert sich und übergibt eine sogenannte HOOK_URL, an die der Warenkorb später zurückgeschickt wird. Ihr Shop legt daraufhin eine Session an und antwortet mit der Start-Adresse des Katalogs. Von dort browst der Einkäufer, stellt seinen Warenkorb zusammen und löst den Abschluss aus. Beim Abschluss wird der Warenkorb strukturiert an die HOOK_URL zurückgegeben, landet als Bestellanforderung im Genehmigungs-Workflow des Kunden und wird nach Freigabe zur eigentlichen Bestellung. Diese saubere Trennung von Katalog-Session und tatsächlicher Bestellung ist ein wiederkehrendes Muster in der API-Entwicklung für den Handel.

  1. Setup-Request: Das Beschaffungssystem ruft Ihren Shop auf, authentifiziert sich und übergibt Benutzerkontext sowie die HOOK_URL für die Rückgabe.
  2. Session-Login: Ihr Shop validiert die Anfrage, öffnet eine Katalog-Session und liefert die Start-Adresse; ab hier gelten die Konditionen genau dieses Kunden.
  3. Einkauf im Shop: Der Einkäufer browst sein kundenindividuelles Sortiment mit Vertragspreisen und Staffeln und stellt den Warenkorb zusammen.
  4. Warenkorb-Rückgabe: Beim Abschluss übergibt der Shop den Warenkorb strukturiert - bei OCI als NEW_ITEM-Felder, bei cXML als PunchOutOrderMessage.
  5. Bestellung und Freigabe: Der Warenkorb wird zur Bestellanforderung, durchläuft den Genehmigungs-Workflow und wird als Bestellung (PO) ausgelöst.
OCI-Punchout: Setup und Warenkorb-Rückgabe (vereinfacht)
# 1) Beschaffungssystem öffnet die Shop-Session (OCI-Aufruf per HTTP)
GET /oci/start?USERNAME=ek123&HOOK_URL=https://einkauf.kunde.de/oci/inbound

# 2) Nach dem Einkauf sendet der Shop den Warenkorb an die HOOK_URL zurück
<form method="post" action="https://einkauf.kunde.de/oci/inbound">
  <input name="NEW_ITEM-DESCRIPTION[1]" value="Sechskantschraube M8x40 verzinkt">
  <input name="NEW_ITEM-MATNR[1]"       value="SKS-M8-40-VZ">
  <input name="NEW_ITEM-QUANTITY[1]"    value="500">
  <input name="NEW_ITEM-UNIT[1]"        value="C62">
  <input name="NEW_ITEM-PRICE[1]"       value="0.089">
  <input name="NEW_ITEM-CURRENCY[1]"    value="EUR">
</form>

Der Ausschnitt zeigt das Grundprinzip von OCI: Der Setup-Aufruf reicht Benutzerkontext und HOOK_URL durch, und die Rückgabe erfolgt als HTML-Formular mit NEW_ITEM-Feldern, das der Browser an die HOOK_URL sendet. cXML löst denselben Ablauf über XML-Dokumente: ein PunchOutSetupRequest zum Start, eine PunchOutSetupResponse mit der Start-Adresse und eine PunchOutOrderMessage für den Warenkorb. Weil der Handoff über HTTP und die Sitzung des Einkäufers läuft, sind Authentifizierung und Absicherung der Endpunkte zentral. Wie man solche Schnittstellen gegen Angriffe härtet, behandelt der Beitrag zur NIS2-konformen Absicherung von ERP-Schnittstellen. Ob der Roundtrip robust läuft, entscheidet in der Praxis die dazwischenliegende Middleware, die Session, Mapping und Fehlerbehandlung übernimmt.

OCI oder cXML: die zwei Standards im Vergleich

OCI und cXML verfolgen dasselbe Ziel, wurden aber aus unterschiedlichen Blickwinkeln entworfen. OCI ist bewusst schlank: HTML-Formularfelder und URL-Parameter genügen, um einen Warenkorb zurückzugeben. Das macht die Anbindung unkompliziert, stößt aber bei sehr komplexen oder konfigurierbaren Produkten an Grenzen, weil das Datenmodell weniger Felder vorsieht (SAP Open Catalog Interface). cXML ist dokumentenbasiert und reichhaltiger: Es kennt formale XML-Schemata, unterstützt Server-zu-Server-Nachrichten und kann neben dem Katalog-Roundtrip auch die eigentliche Bestellung als OrderRequest transportieren (cXML Reference Guide).

KriteriumOCI (SAP)cXML
Herkunftvon SAP für Punchout-Kataloge1999 von Ariba veröffentlicht
DatenformatHTML-Formularfelder / URL-ParameterXML-Dokumente mit Schema
Warenkorb-RückgabeNEW_ITEM-Felder per Browser-POSTPunchOutOrderMessage (XML)
Bestellung (PO)separat, oft klassisch oder per EDIOrderRequest server-zu-server
VerbreitungSAP-geprägte Einkaufssystemeviele e-Procurement-Plattformen
Charakterschlank, weniger Felderreichhaltig, mehr Struktur

In der Praxis ist die Frage OCI oder cXML selten eine Entweder-oder-Entscheidung, sondern hängt am jeweiligen Kunden. Ein Großkunde mit SAP-Einkauf erwartet oft OCI, eine große Einkaufsorganisation auf einer e-Procurement-Plattform meist cXML. Eine tragfähige Anbindung bildet daher beide Protokolle auf ein gemeinsames internes Datenmodell ab, sodass jeder neue Kunde zur Konfiguration statt zur Neuentwicklung wird. Dieses Prinzip der protokollunabhängigen Mitte kennen Sie auch aus der EDI-Anbindung per EDIFACT, die im B2B-Handel oft parallel zu Punchout läuft. Für den strukturierten Bestell- und Belegfluss danach greift dieselbe SAP-Integration wie für klassische Aufträge.

Die Faustregel für die Standard-Wahl

Nicht auf ein Protokoll festlegen, sondern beide Wege auf ein gemeinsames internes Modell abbilden. OCI für SAP-geprägte Einkäufe, cXML für dokumentenbasierte e-Procurement-Plattformen - und in der Mitte eine Middleware, die Session, Mapping und Rückgabe für beide einheitlich behandelt.

Kundenindividuelle Kataloge und Vertragspreise

Der eigentliche Wert von Punchout entsteht erst durch kundenindividuelle Inhalte. Wenn der Einkäufer per Handoff in Ihren Shop springt, soll er nicht den allgemeinen Webshop sehen, sondern genau das Sortiment und die Preise, die sein Rahmenvertrag vorsieht. Diese Individualisierung entscheidet darüber, ob Punchout als seriose Beschaffungslösung akzeptiert wird. Der BME nennt Echtzeit-Zusammenarbeit mit Lieferanten für mehr als 80 Prozent der Einkaufsverantwortlichen als entscheidenden Faktor (BME), und genau diese Nähe stellt ein individueller Punchout-Katalog her.

Kundenspezifisches Sortiment

Jeder Großkunde sieht nur die Artikel, die sein Vertrag vorsieht. Gesperrte Positionen, freigegebene Alternativen und kundeneigene Artikelnummern werden über die Session gesteuert.

Vertragspreise statt Listenpreise

Der Katalog zeigt Nettopreise, Staffeln und Rahmenvertragskonditionen des Kunden - nicht den öffentlichen Listenpreis. Die Preise stammen live aus dem ERP.

GTIN und Klassifikation

Saubere Stammdaten sind die Basis: Die GTIN identifiziert Artikel eindeutig, Klassifikationen wie GPC oder eCl@ss ordnen sie ein (GS1 Germany). So findet der Einkäufer, was er sucht.

Preise und Bestand aus dem ERP

Verfügbarkeit und Konditionen kommen aus Ihrem Warenwirtschaftssystem, damit der Warenkorb keine veralteten Werte enthält. Die Warenwirtschafts-Anbindung liefert die Datenbasis.

Staffeln und Mengenlogik

Mengenabhängige Preise und Verpackungseinheiten müssen korrekt in den Warenkorb wandern, damit die Rückgabe an das Beschaffungssystem stimmt und später keine Differenzen entstehen.

Budget und Kostenstellen

Punchout übergibt Kontext wie Kostenstelle und Budget, damit der Genehmigungs-Workflow im Beschaffungssystem greift. Die Zuordnung erfolgt über Felder in der Session.

Die Preisfindung ist dabei der anspruchsvollste Teil. Kundenindividuelle Preise, Staffeln und zeitlich begrenzte Konditionen leben im ERP und müssen performant in den Katalog gelangen. Wie man das mit Synchronisation und Caching löst, vertieft unser Beitrag zur kundenindividuellen Preissynchronisation im B2B. Damit die übergebenen Artikelnummern auf beiden Seiten zusammenpassen, braucht es außerdem ein sauberes Mapping zwischen Kundenschlüssel und internem Katalog - ein Thema, das der Beitrag zum Daten-Mapping zwischen ERP und Shop im Detail behandelt.

Umsetzung, Katalogpflege und Wartung der Schnittstelle

Eine Punchout-Anbindung ist kein einmaliges Projekt, sondern eine Schnittstelle, die dauerhaft gepflegt werden will. Jeder Großkunde bringt eigene Anforderungen mit: ein anderes Protokoll, abweichende Feldbelegungen, eigene Artikelnummern, spezifische Kostenstellen-Logik. Deshalb legt eine belastbare Lösung die gesamte Punchout-Logik in eine Middleware zwischen Beschaffungssystem und Shop und nicht in den Shop selbst. Diese Schicht nimmt Setup-Requests entgegen, verwaltet Sessions, übersetzt zwischen OCI oder cXML und dem internen Modell und gibt den Warenkorb korrekt zurück. Der Shop bleibt so schlank und die kundenindividuelle Komplexität an einer Stelle beherrschbar - ein Ansatz, den wir in unseren Integrationsleistungen konsequent verfolgen.

Zur Wartung gehört mehr als der einmalige Aufbau. Kataloge veralten, Preise ändern sich, Verträge laufen aus, und Beschaffungssysteme aktualisieren ihre Punchout-Profile. Eine gepflegte Schnittstelle überwacht die Sessions, protokolliert fehlgeschlagene Rückgaben und fängt Formatabweichungen ab, bevor sie beim Kunden auffallen. In über 50 Integrationsprojekten hat sich gezeigt, dass die laufende Pflege - Katalogaktualisierung, Preisabgleich, Monitoring der Handoffs - über Erfolg oder Frust einer Punchout-Anbindung entscheidet (Projekterfahrung). Genau diese fortlaufende Betreuung ist der Kern einer Großhandels-Integration, die Kunden dauerhaft im Einkaufssystem hält. Welche Projektansätze dahinterstehen, zeigen unsere Referenzen.

Katalogpflege gehört zur Schnittstelle, nicht daneben

Ein Punchout-Katalog ist nur so gut wie seine Datenbasis. Sortiment, Preise und Verfügbarkeit müssen kontinuierlich aus dem ERP aktualisiert werden, sonst bestellt der Kunde veraltete Positionen. Planen Sie die Katalogpflege von Anfang an als festen Bestandteil der Anbindung ein, mit klaren Aktualisierungszyklen und einem Monitoring der Rückgaben.

Punchout gewinnt man nicht mit dem ersten erfolgreichen Warenkorb, sondern mit einer Schnittstelle, die Kataloge, Preise und Sessions über Jahre verlässlich pflegt - dann bleibt der Großkunde im eigenen Einkaufssystem bei Ihnen.

Aus der Projektpraxis der ERP Schnittstellenagentur
Dieser Artikel basiert auf Daten aus: BME Einkaufsbarometer Mittelstand (2025), Bitkom Studie Digitalisierung der Wirtschaft (2025), Statista B2B-E-Commerce Deutschland (2025), GS1 Germany (GTIN, GDSN und Produktklassifikation GPC), SAP Open Catalog Interface (Spezifikation), cXML Reference Guide (Ariba) und eigener Projekterfahrung.